|
Es geht um das Machen, d. h. den handwerklich zeitaufwendigen Prozess des additiven Zusammenfügens von Materialien, die wir aus unserem Alltag kennen, und zwar Würfelzucker und Polystyrol, verbunden mit dem Ausloten des Potentials dieser Materialien im Kontext der Kunst, dann um Farbe, konkreter, um die Erforschung ihrer sinnlichen Wirkung und raumbildenden Qualitäten im Zusammenspiel mit Licht, außerdem um die Beschränkung auf geo- und stereometrische Grundformen wie wir es von der konstruktiv-konkreten Kunst bzw. der Minimal Art kennen.
Heidemarie Ziebandt bezieht sich hier auf ihre Arbeiten mit industriell hergestelltem Würfelzucker, der durch strenge Ordnungssysteme (Gitter und Raster) sowie durch die |
|
Bearbeitung mittels Farbe eine ästhetische Verwandlung erfährt.
Bilder und Objekte entstehen, mit denen sie untersucht, wie wir Oberflächen, Muster und Strukturen wahrnehmen oder wie Fläche in den Raum transformiert. Dass aus dieser künstlerischen Feldforschung, die Disziplin und ein stringentes Konzept erfordert, poetisch-sinnliche Bildräume erwachsen, ergibt sich aus der Verschränkung von streng-strukturiertem und spielerisch-intuitivem Gestalten.
Zitat: Dr. Heidrose Langer, Einführungsrede zur Ausstellung "wiederholenwiederholen",
pro arte ulmer kunststiftung, Ulm/Donau
15. Januar 2010.
|